Höchster und tiefster Punkt Deutschlands

Deutschland reicht von den vergletscherten Gipfeln der Bayerischen Alpen bis zu tief liegenden Marschländern an der Nordsee, die unter dem Meeresspiegel liegen. Zwischen dem höchsten und dem tiefsten natürlichen Punkt liegen fast 3.000 Höhenmeter. Hier findest du die Rekordwerte, die höchsten Berge aller 16 Bundesländer und die Antwort auf die Frage, wie hoch dein eigener Standort liegt.

Höchster Punkt: Zugspitze, 2.962 m ü. NHN · Tiefster natürlicher Punkt: Wilstermarsch, −3,54 m.

Der höchste Punkt Deutschlands: die Zugspitze

Mit 2.962 Metern über Normalhöhennull (NHN) ist der Gipfel der Zugspitze im Wettersteingebirge der höchste Punkt Deutschlands. Der Berg liegt direkt auf der Grenze zwischen Bayern und dem österreichischen Tirol, südwestlich von Garmisch-Partenkirchen.

Bemerkenswert: Bis 1999 wurde die Höhe offiziell mit 2.963 m angegeben. Nach einer Neuvermessung und dem Übergang vom alten Bezugssystem (NN) zum modernen NHN wurde der Wert auf 2.962 m korrigiert – ein gutes Beispiel dafür, dass Höhenangaben immer vom verwendeten Bezugssystem abhängen.

Der höchste frei stehende Gipfel

Die Zugspitze ist zwar der höchste Punkt, teilt sich aber ein Bergmassiv mit Österreich. Der höchste vollständig auf deutschem Boden liegende Gipfel ist die benachbarte Watzmann-Region bzw. – je nach Definition – der Hochwanner (2.744 m).

Der tiefste Punkt Deutschlands

Der tiefste natürliche Punkt Deutschlands liegt bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) mit −3,54 Metern unter dem Meeresspiegel. Die Marsch wird nur durch Deiche und ein aufwendiges Entwässerungssystem trocken gehalten.

Noch tiefer reichen von Menschenhand geschaffene Punkte: Die Sohle des Braunkohle-Tagebaus Hambach in Nordrhein-Westfalen liegt bei rund −293 Metern und ist damit die tiefste künstlich zugängliche Stelle Deutschlands.

Tipp: Auf einer Wetter- oder Wanderkarte erkennst du tief liegende Marschgebiete an Höhenangaben nahe 0 m oder mit Minuszeichen (z. B. „−2 m ü. NHN").

Die höchsten Berge aller 16 Bundesländer

Jedes Bundesland hat seine eigene höchste Erhebung – von echten Hochgebirgsgipfeln bis zu unscheinbaren Hügeln in den flachen Stadtstaaten:

BundeslandHöchster PunktHöhe
BayernZugspitze2.962 m
Baden-WürttembergFeldberg (Schwarzwald)1.493 m
SachsenFichtelberg1.215 m
Sachsen-AnhaltBrocken1.141 m
ThüringenGroßer Beerberg983 m
NiedersachsenWurmberg971 m
HessenWasserkuppe (Rhön)950 m
Nordrhein-WestfalenLangenberg (Rothaargebirge)843 m
Rheinland-PfalzErbeskopf (Hunsrück)816 m
SaarlandDollberg695 m
BrandenburgKutschenberg201 m
Mecklenburg-VorpommernHelpter Berge179 m
Schleswig-HolsteinBungsberg168 m
BerlinArkenberge (Aufschüttung)122 m
HamburgHasselbrack116 m
BremenErhebung bei Bremen-Nordca. 32 m

Auffällig: Die höchste natürliche Erhebung Berlins wären die Müggelberge (115 m); der offizielle Höchststand von 122 m an den Arkenbergen ist eine ehemalige Bauschutt-Deponie – ein „künstlicher Berg".

Höhe bekannter Orte im Vergleich

OrtHöhe ü. NHN
Zugspitze (höchster Punkt)2.962 m
München519 m
Stuttgart247 m
Frankfurt am Main112 m
Berlin34 m
Hamburg6 m
Wilstermarsch (tiefster Punkt)−3,54 m

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Häufige Fragen

Was ist der höchste Punkt Deutschlands?
Der höchste Punkt Deutschlands ist der Gipfel der Zugspitze im bayerischen Wettersteingebirge mit 2.962 Metern über Normalhöhennull (NHN). Sie liegt an der Grenze zu Österreich und ist über eine Zahnradbahn und zwei Seilbahnen erreichbar.
Was ist der tiefste Punkt Deutschlands?
Der tiefste natürliche Punkt Deutschlands liegt bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein) mit −3,54 Metern unter dem Meeresspiegel. Der tiefste künstlich geschaffene Punkt ist die Sohle des Braunkohle-Tagebaus Hambach in Nordrhein-Westfalen mit rund −293 Metern.
Welcher ist der höchste Berg in meinem Bundesland?
Die höchsten Erhebungen reichen von der Zugspitze in Bayern (2.962 m) über den Feldberg in Baden-Württemberg (1.493 m), den Fichtelberg in Sachsen (1.215 m) und den Brocken in Sachsen-Anhalt (1.141 m) bis zu flachen Stadtstaaten wie Bremen mit rund 32 m. Die vollständige Tabelle aller 16 Bundesländer findest du auf dieser Seite.
Wie hoch liegt Deutschland im Durchschnitt über dem Meeresspiegel?
Deutschland liegt im Mittel etwa 263 Meter über dem Meeresspiegel. Der Norden ist überwiegend flaches Tiefland nahe 0 bis 50 m, während das Alpenvorland und die Mittelgebirge im Süden die Durchschnittshöhe nach oben ziehen.
Wie finde ich heraus, wie hoch mein Standort liegt?
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